Lehre an der Professur Vergleichende Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Überblick über die Lehrveranstaltungen

Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte beinhaltet auch koloniale und postkoloniale Geschichte, Geschlechtergeschichte, Umweltgeschichte, Globalgeschichte und viele weitere Felder der Geschichtswissenschaft. Die von dieser Professur angebotenen Seminare und Vorlesungen stellen Europa immer in globale Kontexte. Damit werden keine eurozentrischen Erzählmuster wiederholt, sondern – ganz im Gegenteil – europäische Entwicklungen auch aus externen Wirkungen und Wechselwirkungen verständlich gemacht.



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Prof. Dr. Klaus Weber

Sommersemester 2025

Prof. Dr. Klaus Weber ist im Sommer 2025 im Forschungssemester.

Prof. Dr. Andreas Bähr / Mitwirkung: Felix Töppel, M.A.

Forschungskolloquium Geschichte transkulturell

BA CuSo: 3 ECTS // 3/6/9 ECTS

KUL-14270 - Forschungskolloquium (Präsenzveranstaltung):
MEK: Forschungsmodul // GMT: Forschungsmodul

Veranstaltungsbeginn:
08.04.2025 Di, 18:15 - 19:45 Uhr Ort: LH 101/102

Das Forschungskolloquium dient der Diskussion neuer konzeptioneller Ansätze zur europäischen Kulturgeschichte. Es werden zum einen in Arbeit befindliche Frankfurter Abschlussarbeiten – Dissertationen oder Masterarbeiten – vorgestellt und zum anderen auswärtige Referentinnen und Referenten eingeladen. Vor allem die Studierenden der Masterstudiengänge „Europäische Kulturgeschichte“ und „Geschichte der Moderne transkulturell“ sind herzlich zur Teilnahme eingeladen, um unterschiedliche Theorien und Methoden einer transkulturell orientierten Geschichtswissenschaft anhand einer breiten Auswahl von Themen zu diskutieren.

Hinweise zur Veranstaltung:
Weitere Informationen zur Veranstaltung sind bei Moodle zu finden.

Leistungsnachweise: Essay, Hausarbeit

Sprache: Deutsch

Felix Töppel, M.A.

6/9 ECTS

KUL-14208 Seminar (Präsenzveranstaltung): Kulturwissenschaften: Vertiefung

Veranstaltungsbeginn: 08.04.2025 Di, 11:15 - 12:45 Uhr Ort: AM 204

Die Beobachtung der Gegenwart lässt bisweilen wenig Raum für Optimismus. Wir alle kennen wahrscheinlich die Eintrübung des Horizonts, wenn es um die Zukunft geht. Das Phänomen ist nicht neu. Der Begriff „Kulturpessimismus“ kam erstmals im späten 19. Jahrhundert auf und bezieht sich seither vorrangig auf die Skepsis konservativer Kulturkritiker im Hinblick auf den Zustand der jeweiligen Gegenwart. Sie verbanden ihre Kritik an Modernität und Liberalismus mit eigenen Reformvorschlägen und utopistischen Vorstellungen. Einige dieser frühen Kulturpessimisten wurden, so etwa von Fritz Stern, auch als Wegbereiter des Nationalsozialismus verstanden. Wie Michael Pauen betont, gehen solche pessimistische Theorien auf eine Vielzahl „subjektive[r] Motive“ und „objektive[r] Entstehungsbedingungen“ zurück. Es handelte sich um teils sehr heterogene Vorstellungswelten, die allenfalls in einem geschichtsphilosophischen Determinismus einen gemeinsamen Nenner finden. So ordnet man den Kulturpessimismus eher dem konservativen und/oder rechten Milieu zu, aber es gibt auch Kritiker der Moderne außerhalb dieses Spektrums, z.B. Theodor Adorno und Max Horkeimer. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Schriften der Zeit vom 19. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart, die unter dem Aspekt des Kulturpessimismus behandelt werden. Dabei gilt es zunächst zu klären, was wir unter Kultur und Kulturpessimismus überhaupt verstehen können. Wir untersuchen, von welchen ideologischen Standpunkten aus die Kritiker argumentieren und welche Entwürfe sie dem von ihnen identifizierten Werteverlust entgegenstellen.

Literatur:

  • Michael Pauen: Pessimismus. Geschichtsphilosophie, Metaphysik und Moderne von Nietzsche bis Spengler, Berlin 1997.
  • Fritz Stern: Kulturpessimismus als politische Gefahr. Eine Analyse nationaler Ideologie in Deutschland, 4. Auflage, Stuttgart 2024.
  • Andreas Reckwitz: Verlust. Ein Grundproblem der Moderne, Berlin 2024.

Hinweise zur Veranstaltung:
Die wöchentliche Lektüre der Texte ist eine wesentliche Voraussetzung für den Leistungsnachweis. Weitere

Informationen zur Veranstaltung sind bei Moodle zu finden.

Leistungsnachweise: Essays oder Seminararbeit.

Sprache: Deutsch

Prof. Dr. Michael Höhle

6/9 ECTS

KUL-14201 - Seminar (Präsenzveranstaltung):
Kulturwissenschaften: Vertiefung // Kulturgeschichte: Vertiefung

Veranstaltungsbeginn: 07.04.2025 Mo, 14:15 - 15:45 Uhr Ort: GD 07

Die imposanten Klosteranlagen von Fontenay, Pontigny, Maulbronn oder Oliwa, aber auch kleinere Bauten im Land Brandenburg wie Lehnin, Neuzelle, Heiligengrabe finden Jahr für Jahr viele Besucher. Das Seminar fragt, welcher Geist dahinter steht: Wie erklärt sich die Erfolgsgeschichte des 1098 gegründeten Reformklosters Cîteaux? Wie kam es zur Ausbreitung der Zisterzienser über ganz Europa? Was bewegte den agilen Abt Bernhard von Clairvaux? Wie lebten und leben die „weißen Mönche“ und Nonnen? Welche kulturellen Leistungen brachten sie hervor? Wie passten sie sich an die Entwicklungen ihrer Zeit an? Wie suchten und suchen sie ihrem Ursprung treu zu bleiben?

Literatur:

  • Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster, Bonn 2017;
  • Jens Rüffer, Die Zisterzienser und ihre Klöster, Darmstadt 2008;
  • Peter Dinzelbacher, Bernhard von Clairvaux. Leben und Werk des berühmten Zisterziensers, Darmstadt 2. Aufl. 2012

Hinweise zur Veranstaltung:
Weitere Informationen zur Veranstaltung sind bei Moodle zu finden.

Leistungsnachweise: Hausarbeit bzw. Essays

Sprache: Deutsch

 

Zurückliegende Lehrveranstaltungen

Prof. Dr. Andreas Bähr / Prof. Dr. Klaus Weber

Forschungskolloquium Geschichte transkulturell


Prof. Dr. Klaus Weber

Einführung in die Kulturwissenschaften


Felix Töppel, M.A.

Tutorien zur Einführung in die Kulturwissenschaften:

  • Tutorium 1: Begleitung zur "Einführung in die Kulturwissenschaften"
  • Tutorium 2: Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens

 Prof. Dr. Klaus Weber

„Viva la muerte“ 1936-39: der Spanische Bürgerkrieg


Prof. Dr. Klaus Weber

Industrializing and Modernizing State and Nation: Europe and East Asia (19th-21st Century)


Prof. Dr. Michael Höhle

Krieg und Frieden in der Geschichte des Christentums

Prof. Dr. Andreas Bähr / Prof. Dr. Klaus Weber

Forschungskolloquium Geschichte transkulturell


Prof. Dr. Klaus Weber

Einführung in die Kulturwissenschaften


Felix Töppel, M.A.

Tutorien zur Einführung in die Kulturwissenschaften

  • Tutorium 1: Begleitung zur "Einführung in die Kulturwissenschaften"
  • Tutorium 2: Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens

Prof. Dr. Klaus Weber

Europa im globalen Kontext: von der europäischen Expansion bis in die Gegenwart


Prof. Dr. Klaus Weber / Dr. Markus Nesselrodt

Palästina und Israel: eine europäisch-nahöstliche Geschichte (ca 1780 bis heute)

Prof. Dr. Klaus Weber / Prof. Dr. Andreas Bähr

Forschungskolloquium Geschichte transkulturell

MEK Forschungsmodul / GMT Forschungsmodul


Prof. Dr. Klaus Weber

Europe's Jewish Minorities between Tradition and Modernity (18th-21st Centuries)

Seminar


Prof. Dr. Dagmara Jajeśniak-Quast / Prof. Dr. Klaus Weber

Industrie und Kultur in Europa, Teil 3: 19.-21. Jahrhundert

Seminar


Prof. Dr. Michael Höhle

Wie die Welt verändern? Hutten - Luther - Müntzer

Seminar


Felix Töppel M. A.

Eurozentrische Anthropologie an der alten Viadrina: Wege zum wissenschaftlichen Rassismus?

Seminar

 

 

 

Literaturempfehlungen für Studierende

Pim de Zwart / Jan Luiten van Zanden: The Origins of Globalization. World Trade in the Making of the Global Economy, 1500-1800. Cambridge - New York (Cambridge University Press) 2018.

Peer Vries: Ursprünge des modernen Wirtschaftswachstums. England, China und die Welt in der Frühen Neuzeit. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2013.
(engl.: Escaping Poverty. The Origins of Modern Economic Growth, Wien 2013)

Emily S. Rosenberg (Hg.): Weltmärkte und Weltkriege 1870-1945 (Geschichte der Welt, Bd. 5). München (C.H. Beck) 2012
(engl.: A World Connecting 1870-1945, Cambridge MA 2021)

Jochen Meissner / Ulrich Mücke / Klaus Weber: Schwarzes Amerika. Eine Geschichte der Sklaverei. Berlin (C.H. Beck) 2008.

Charles Tilly: Die europäischen Revolutionen. München (C.H. Beck) 1993.
(engl.: The European Revolutions, 1492-1992, Oxford 1993)

Regeln für Hausarbeiten und Essays

Deckblatt

  • Name, Studienfach und Matrikelnummer von Autor*in
  • Name von Dozent*in
  • Titel und Semester der Veranstaltung
  • Modul und angestrebte ECTS

Zitate

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Anmerkungen

  • Fußnoten (nicht Endnoten);
    bei Büchern mit Autor*in, Titel, Ort, Verlag, Jahr der Publikation, Seite;
    bei Aufsätzen mit genauer Angabe der Zeitschrift bzw. des Sammelbandes und der Seiten.

Literaturliste bzw. Bibliografie

  • Jede Hausarbeit (und jedes Handout) beinhaltet eine Liste der benutzten wissenschaftlichen Literatur, bei der die Internetquellen allenfalls ein Fünftel einnehmen.

Eigenständigkeitserklärung

  • Siehe Studienordnung

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